Liebe Freunde!
wie immer folgt auf TEIL 2 der TEIL 1. Und der befasst sich nun ausschließlich mit der Sahnehaube dessen, was im Jahr 2011 so zu meinen Ohren drang. Um das ganze schon vorab zu fazitieren -- das Jahr war nicht eben überragend, immerhin aber solide mit einigen vehementen Ausschlägen nach oben. Steigen wir also ein:
MR. MACHINE vom THE BRANDT BRAUER FRICK ENSEMBLE ist derart virtuos und gekonnt, dass es eine einzige große Freude ist.
Auch mit Ihrem dritten Album TWIST AGAIN legen die herrlichen BODIES OF WATER die Latte wieder ein kleines Stückchen höher. Diese Scheibe macht richtig Spaß.
Schon zu Beginn des Jahres fragten TU FAWNING mit ihrem Debut HEARTS ON HOLD, was denn da in diesem Jahr bitte noch kommen sollte. Und sie sollten Recht behalten, denn viele Platten von größerer Qualität sollten nicht mehr folgen.
HERMAN DUNE sind HERMAN DUNE sind HERMAN DÜNE. Das ändert sich auch mit der wieder großartigen aktuellen Platte STRANGE MOOSIC nicht.
Zu MOGWAI sollte man nichts mehr schreiben. Was diese Herren machen, ist nicht von dieser Welt. Dass sie mit HARDCORE WILL NEVER DIE, BUT YOU WILL gleich auch noch den besten Albumtitel aller Zeiten liefern, ist da höchstens eine Randnotiz.
Auch aus Schottland sind WE WERE PROMISED JETPACKS. Und mit IN THE PIT OF THE STOMACH haben sie die beste zweite Platte seit Pearl Jams Vs. hingelegt.
BAXTER DURY hat den Kontest der berühmten Söhne mit HAPPY SOUP sehr klar und eindeutig für sich entschieden.
SERENGETI ist eine echte Überraschung. Ich lernte ihn als Aufwärmer für Why? kennen und bin in FAMILY & FRIENDS weiterhin verliebt.
13 & GOD machen ein Konzeptalbum über Altervorsorge. Dabei ist ihnen mit OWN YOUR GHOST das bessere Notwist Album gelungen als es das letzte Notwist Album war. Danke dafür.
Auch zu BON IVER muss ich wohl nichts mehr schreiben. Selten wurde eine Platte derart abgefeiert wie BON IVER. Zu Recht.
MOTOPONY konnten mit MOTOPONY nicht ganz halten, was das herrschaftliche King Of Diamonds versprochen hatte. Trotzdem ein sehr schönes Album.
Auch eine freudige Überraschung war HOWTH, das Debut von HOWTH. Sehr vielseitig und sehr toll.
Fast ein wenig leid tat mir bei ihrem überausverkauften Konzert im Kölner Stadtgarten DILLON. Gut, mit THIS SILENCE KILLS hat sie mal eben so ein schlicht großartiges Album gemacht. Der Hype, der seitdem um sie gemacht wird, lässt mich aber Angst und Bange werden.
FINK haben wieder getan, was Fink tun müssen. Eine tolle Platte gemacht und ein gutes Konzert gespielt. Irgendwie schwer abgeklärt das Ganze.
Ein Tag wird niemals kommen. Der Tag, an dem RADIOHEAD eine schlechte Platte veröffentlichen. Und ebensowenig der Tag, an dem nicht alle Welt sich die Finger fusselig darüber schreibt, dass sie diiiese Platte sooo jetzt irgendwie auch wieder nicht unbedingt erwartet hätte, und dass das deshalb irgendwie nun auch doch eine nicht gaaanz sooo gute Platte ist. THE KING OF LIMBS ist wie immer genau die Platte, die Radiohead 2011 machen mussten und wie alle Platten vorher die beste Radiohead Platte aller Zeiten. Ende der Durchsage.
EMPROS ist schwieriger als die vorherigen Alben von RUSSIAN CIRCLES. Komplizierter. Weniger gerade. Verschwurbelt vielleicht. Und deshalb wahrscheinlich sehr groß.
Das wars nun also. Und wenn mans so hört, fällt auf, dass 2011 einen alles in allem recht entspannten Sound zu bieten hatte. Unaufgeregt und konsolidierend. Kuschelig geradezu. Und so gilt musikalisch, was sonst nirgends galt in diesem seltsamen Jahr, in dem das Ende von allem wieder einmal näher rückte als es vorher war.
Bis dahin genießt die Zeit. Auf bald.

















0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen